10 Dinge …
Februar 6, 2008
Wenn man abends so an seinem Rechner sitzt, die Nacht vor sich, sich alles nur noch um ein Thema dreht und die Gedanken auf Wanderschaft gehen …
Ja, dann sollte man doch seine ganzen Sehnsüchte festhalten und die dann mit allen Sinnen genießen, wenn es so weit ist. Hier kommt meine Top 10 aller Pläne, Wünsche und Träume für das große DANACH:
1. Frische Luft und Schneeeeeeeeeee und mit kleinen Glücksjuchzern durch glitzerndes Weiß pflügen
2. Ausschlafen am Wochenende, ohne irgendwelche Pflichten
3. Ein Buch von vorn bis hinten auf einen Rutsch auslesen
4. Durch den Wald rennen und den Frühling erschnuppern
5. Tanzen gehen und erst im Morgengrauen ins Bett fallen
6. Meinen Sauna- und Massagegutschein einlösen
7. Die letzte Staffel „Grey’s Anatomy“ schauen und dabei stricken lernen
8. IKEA einen Besuch abstatten
9. Frühjahrsputz in der Wohnung (ja, auch darauf kann man sich freuen, wenn man die Notwendigkeit schon sieht)
10. BWL-Hefter verbrennen.
Ist irgendwer bei irgendetwas mit dabei???
Ein Tag im Second Life …
Januar 28, 2008
Miez Miles verdient grad ihr erstes eigenes Geld in Second Life. Sie erntet Kartoffeln auf dem Acker von funny frisch und bekommt für 15 Minuten 1 L$. Hungerlohn, aber immerhin ist sie hier in Gesellschaft (von Chrisman McDonnell und Maddy Tenk).
Ansonsten hat Miez heute schon einen Typen getroffen, der auf der SIM der Deutschen Post mitten im verschneiten Tannenwald stand und „mal eben ein stilles Örtchen brauchte, um seine Haare wieder zu suchen“ – die waren nämlich plötzlich weg. Er hat sie aber glücklicherweise wiedergefunden und hat Miez den Onyx Club als coolen Ort empfohlen, bei dem ist er sogar schon Gold Visitor.
Dann war Miez bei Weltbild (übrigens mein Favourite bisher), wo sie zwar nicht die DVD-Trailer im Kino anschauen konnte, dafür aber in aktuelle Musik in der Musiclounge reinhören konnte, einen wunderschönen Vollmond und romantischen Sternenhimmel bewundern konnte, in der Strand-Tanz-Bar wirklich den perfekten Hüftschwung hingelegt hat, dann noch kurz auf dem kleinen Felsen nebenan auf der Yoga-Matte ein paar Asanas geturnt und – absolut grandios auf dem mondbeschienenen Meer windgesurft ist(okay, da ist Miez dann runtergefallen und stand ratlos am Meeresgrund). Ein ganz, ganz toller Tag. Leider war Miez bei Weltbild ganz alleine und leider wurde sie ihre Tanzbewegungen nicht wieder los, sodass sie in seltsam anmutenden Tänzen unterwegs war. Da half nur noch der sofortige Ausstieg aus Second Life.
Jetzt hat Miez 2 L$ in ihrer Tasche und wird ordentlich einen draufmachen heut abend …
Heath
Januar 27, 2008
Heath Ledger ist tot. Viel wurde in den letzten Tagen darüber berichtet. Für mich war er einer der sympathischsten Schauspieler der letzten Jahre. Weil er so genial spielen konnte. Weil aus jedem Foto, das von ihm geschossen und veröffentlicht wurde, der Schalk lachte. Weil er so authentisch war, in allem was er tat. Er hat wohl einmal gesagt, dass er Lampenfieber hatte in der Öffentlichkeit – das musste er gar nicht erwähnen, das sah man, wenn er im Blitzlichtgewitter stand. Und weil er so ein interessanter Mann war, mit dem sicherlich jede(r) gerne mal einen Abend mit Plaudern über Gott und die Welt verbracht hätte (oder hat).
Eigentlich ist es ein trauriger Anlass – aber ich habe trotzdem in den letzten Tagen den ein oder anderen Film geschaut … „Brokeback Mountain“ zum Beispiel oder „Monster’s Ball“. Gestern abend war dann ein kollektiver Heath-Gedächtnis-Abend geplant – seine schönsten Filme. Und äußerst pietätlos schliefen wir nach 1 1/2 Filmen ein. Immerhin haben wir „10 Things I hate about you“ im Original gesehen, so viel zu unserer Verteidigung! Und „Lord of Dogtown Boys“ passte nicht in unsere Stimmung. „Casanova“ schon eher, aber den kannte ich schon. Und der Rotwein tat seinen entspannenden Dienst…
Um noch einmal auf die Flut an Meldungen der letzten Tage zurückzukommen: Hier ist der für mich schönste Artikel der letzten Tage. Und noch was wirklich Wunderschönes: Das erste und einzige Werk, bei dem er Regie führte:
Bin gerührt …
Wärmstens empfohlen: Drachenläufer
Januar 20, 2008
Mein erster und mich noch immer beschäftigender Gedanke gestern abend bei meinem ersten Kinobesuch im kleinen Kino um die Ecke: Mann, sind die alle alt! Alle, die halbwegs in unserem Alter waren, waren mit den Eltern da. Naja, macht nichts, im Kino zählt ja der Film. Und der war ein würdiger Auftakt für mein Kinojahr.
Amir und Hassan wachsen in Kabul recht unbeschwert und unzertrennlich auf. Bis Amir dann merkt, dass Hassan bei den coolen Jungs der Stadt nicht gerade beliebt ist, um es mal nett auszudrücken. Und Amir fängt an, die ein oder andere fiese Aktion zu starten. Hassan aber würde für Amir durchs Feuer gehen. Und das wird ihm zum Verhängnis … Als die Sowjets in Kabul einmarschieren, muss Amir mit seinem Vater fliehen. Nach Amerika. Heimlich. Im Tank eines Tanklasters. Amir und sein Vater bauen sich ein neues Leben in Amerika auf. Amir wird Schriftsteller, heiratet, führt ein glückliches Leben. Bis er zurück nach Afghanistan gerufen wird …
Ich bin ja sowieso eine Heulsuse, wenn’s ans Herz geht – aber so hat mich lange kein Film berührt. Und ich krieg jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich mir den Trailer noch einmal anschaue. Unbedingt angucken! Oder Buch lesen – das soll nämlich noch schöner sein.
Trailer gibt’s hier.
Vorweihnachtszeit – eine erste Bilanz
Dezember 24, 2007
Eine komische Adventszeit war das, dieses Jahr. Dabei war alles da: viele Tannenzweige in der Wohnung, der Herrenhuther Weihnachtsstern leuchtete über mir, Räucherkerzen dampften Weihnachtsduft durch die Wohnung, ein schicker Adventskalender machte jeden Morgen ein bisschen aufregend. Fehlt da was? Ich glaube nicht …
Jetzt, zu Hause, kommt sie endlich, die Vorfreude und Aufregung. Da sind ganz liebe Menschen, die man viel zu selten sieht, da ist der Tannenbaum, da sind die Heimlichkeiten, da ist die Gespanntheit, ob die kleinen verpackten Sachen auch so gefallen wie man sich das vorstellt. Und da ist sogar ein kleines bisschen Schnee!
Ich wünsche Euch allen ein wunderwunderschönes Weihnachtsfest!
K.o.
November 17, 2007
Übers Wochenende haben wir Wii zu Besuch. Als ich gestern von der Arbeit heimkam, fand im Wohnzimmer schon ein Baseball-Match statt. Da ich die Spielregeln von Baseball sowieso nicht beherrsche, fand ich es nicht so prickelnd. Da standen kleine Trickfilmfiguren, die – gesteuert von den Jungs – Bälle warfen und mit Schlägern dagegen warfen. Dann hüpften die übrigen Trickfilmfiguren auf dem Spielfeld dem Ball hinterher. Naja.
Fürs Boxen war ich schon eher zu haben. Viel mehr Action, da muss man wenigstens auch was tun für den Sieg. Und der war glorreich – ich schlug zwei Männer k.o.! Vielen Dank an der Stelle an Stephan, meinen Ex-Trainer aus dem TaeBo-Kurs
Ganz toll ist auch das Snowboard-Spiel – da hab ich schon beim Zuschauen die Hüften schwingen lassen und die Luft angehalten bei der Rechtskurve. Auch wenn ich solche „immersiven“ Grafiken meist recht albern finde, hatte ich bei dem Spiel wirklich das Gefühl von Fahrtwind um die Nase, von Adrenalin bei einer waghalsigen Kurve und hätte am liebsten einen kleinen Schrei beim Flug über die Bergkuppe losgelassen. Trotzdem hoffe ich, dass auch unseren Kindern schneereiche Winter vergönnt sind und sie nicht bei 20 Grad Wohnzimmertemperatur die schneeweißen Berge runterjagen müssen. Ich für meinen Teil freu mich schon auf den Januar, wenn ich nach vollendeter Magisterarbeit irgendwo auf meinem himmelblauen Brett die Pisten runterjagen kann …
Gerührt
November 15, 2007
Ich kenne keinen der Charaktere. Weder die Rollen noch die Beziehungen der Figuren untereinander kann ich zuordnen. Ich weiß zwar, dass es um ein Krankenhaus geht und bekomme recht schnell mit, dass die Ärzte untereinander befreundet sind oder sich hassen oder sich lieben. Aber wenn ich im Wartezimmer beim Arzt die Gala durchblättere, sind mir die Gesichter der Grey’s-Anatomy-Schauspieler gänzlich unbekannt. Eben von der Uni heimgekommen, bin ich beim Reinzappen mitten drin in den emotionalen Spannungen. Und zwar so schnell und mit so einer Wucht, dass ich nach 2 Minuten seufzend da sitze, weil nun mal jede weibliche Neurose am besten durch einen unverhofften Kuss von einem schönen Mann in die Flucht behandelt werden kann. Und während der letzten 10 Minuten, die ich noch von der Folge mitbekomme, heule ich wie meine Mutti bei „Die Dornenvögel“. Als die schöne Rothaarige dem frechen und gutaussehenden Typen (der von dem eben beschriebenen Kuss) sagt, dass sie kein Interesse hat. Als der Vater der Hauptdarstellerin eine Ohrfeige gibt, als sie ihm sagen muss, dass die Not-OP seiner Frau, ihrer Mutter, nicht erfolgreich war. Als er ihr vorwirft, dass er ihr vertraut habe und dass sie ihm versprochen hatte, dass alles gut werden würde. Als sie sich daraufhin bei ihren Freunden betrinkt und ihr (Ex)-Freund traurig draußen am Fenster steht und das Gefühl hat, nicht von ihr gebraucht zu werden.
Auch wenn ich viele Serien zumindestens zeitweilig mehr oder weniger regelmäßig anschaue – Grey’s Anatomy gehörte bisher noch nicht dazu. Ja, ich höre schon von den obligatorischen Mädels-Abenden am Mittwoch und von den Schwärmereien für Patrick Dempsey, aber ich hatte bei den vorherigen Staffeln noch nicht einmal Lust, wenigstens einmal hineinzuschauen. Das Grey’s-Anatomy-Drama jedesmal erschreckt mich. Liegt’s an fehlender Dramatik in meinem Leben? An den Auswirkungen trockener Uni-Vorlesungen? An fehlendem Sekt (der bei den Mädelsabenden obligatorisch dazugehört, hab ich mir sagen lassen)? Oder ist die Serie tatsächlich so gut? Ich werde das beobachten. Und mich vielleicht mal bei diesen Mädelsabenden einladen ….
Kleine Einkaufsfreuden
November 13, 2007
Bibliotheken sind kalt. Besonders wenn ich mir hier die verkeimten und garantiert undichten Fenster vor meiner Nase anschaue. Natürlich um mich nicht zu unterkühlen – und nur deswegen – hab ich eine Lesepause eingelegt und bin in die Stadt gefahren, um einen Schal zu kaufen. Nicht dass bei mir zu Haus nicht schon schätzungsweise 10 Stück rumhängen … es ist nur so, dass ich keinen habe, der nicht fusselt UND wärmt.
Gut, soviel zu meiner inneren Rechtfertigung, warum ich loszog. Und gleich im ersten Laden fiel mir DIE Rettung aus der jämmerlichen Welt der Röhrenjeans ins Auge – eine richtig weite, schick dunkelblaue Hose. Grundsätzlich probiere ich ja alle Sachen an, die ich schick finde, denn die meisten davon sehen angezogen eh dämlich aus und ich freue mich hinterher immer, dass ich jetzt kein Geld ausgeben muss
Blöderweise ist die Hose so ziemlich genau das, wonach ich schon eine Weile suche. und blöderweise war mir die Verkäuferin ganz sympathisch, weil sie nicht gleich los kreischte. Nein, wir fingen an zu plaudern. Sie hatte nämlich so ne doofe Röhrenjeans an, aber nicht weil sie ihr so gefällt, sondern weil’s zum Dresscode gehört. Und während ich sie so bedauerte und ihr verklickerte, dass ich sie heute NICHT kaufe, weil mein monatliches Budget ausgeschöpft ist, steckt sie mir nen 15-Euro-Einkaufsgutschein zu. Weil da eben grad so ne Aktion läuft, bei der ich so nen Gutschein bekommen würde, wenn ich für einen Betrag einkaufen würde, den ich mit dieser Hose noch nicht erreiche. Damit ich mich dann umso mehr freue, wenn ich die Hose demnächst kaufe. Noch nie bin ich so glücklich OHNE Einkaufstasche aus einem Laden gegangen. Auch ne Kundenbindungstaktik, ich weiß, aber eine ganz umwerfend nette.
Jetzt sitz ich wieder in der Bibliothek und bin motiviert für den Endspurt…
Vorfreude
November 10, 2007
Von Schoko-Weihnachtsmännern im September halte ich gar nicht viel. Wohl aber von vorgezogenen kleinen Ritualen. Besonders wenn es draußen kalt, dunkel und ungemütlich ist und so langsam höchste Zeit, dass die Lichterketten für ein bisschen Wärme im Herzen sorgen. Und weil ich mich schon wie ein kleiner Schneekönig freue, hier bald unter’m Herrenhuter Weihnachtsstern am Rechner zu sitzen, zieht grad in dicken Schwaden der erste Räucherkerzchen-Duft an meiner Nase vorüber. Da muss der Liebste jetzt durch – der mag Räucherkerzchen nämlich ganz und gar nicht.
Multitasking-Chaos
November 9, 2007
Jetzt sitze ich hier, grad von der Arbeit heimgekommen, freue mich auf Prison Break – und ertappe mich selbst dabei, wie der Laptop schon wieder auf meinem Schoß brummt. Multitasking ist Mist, lieber eins zelebrieren und das umso mehr genießen. Schließlich hat man schon die ganze Zeit auf der Arbeit versucht konzentriert schnell zu sein, obwohl nebenher Musik läuft und der liebe Kollege auch noch unterhalten sein möchte. Schluss jetzt, ich konzentrier mich jetzt voll und ganz auf die Jungs auf der Mattscheibe – Tee trinken nebenbei lenkt jedenfalls nicht so sehr ab.
In diesem Sinne, Gute Nacht!
P.S.: Omama gehts gut, hat alles überstanden und darf jetzt ganz in Ruhe genesen.
